ME/CFS

Individuelle ME/CFS-Behandlung mit Schwerpunkt Apherese in Potsdam

Was ist das Chronische Fatigue Syndrom (ME/CFS)?
Wenn die Erschöpfung bleibt

Die Myalgische Enzephalomyelitis beziehungsweise das Chronische Fatigue Syndrom (ME/CFS) hat mit gewöhnlicher Müdigkeit wenig gemeinsam. Das ausgeprägte Gefühl der Erschöpfung bleibt auch nach ausreichend Schlaf und Ruhe bestehen.

Schon geringe körperliche oder geistige Anstrengungen können die Beschwerden so stark verschlechtern, dass selbst alltägliche Aufgaben für mehrere Tage kaum noch erfüllt werden können. Diese für ME/CFS kennzeichnende Belastungsintoleranz wird als Post-Exertional Malaise (PEM) bezeichnet.

Viele Betroffene haben bereits zahlreiche Untersuchungen, Arzttermine und Behandlungen hinter sich, ohne eine ausreichende Besserung ihrer Beschwerden zu erfahren.

VitaSangius ist ein spezialisiertes Zentrum für Apherese und extrakorporale Blutreinigungsverfahren in Potsdam. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die ärztlich begleitete Apherese bei Patientinnen und Patienten, deren Beschwerden trotz bisheriger Behandlungen fortbestehen.

Anhaltende Erschöpfung bei ME/CFS im Alltag
ME/CFS – wenn die Erschöpfung bleibt

Die medizinische Abklärung und Behandlung erfolgen durch selbstständig und unabhängig tätige Kooperationsärztinnen und -ärzte. Sie betrachten Ihren bisherigen Krankheitsverlauf und die vorhandenen Befunde im Detail. Anschließend besprechen sie mit Ihnen, welche weiteren Untersuchungen in Ihrem Fall sinnvoll sind und ob eine der bei VitaSangius angebotenen Therapien für Sie infrage kommt.

Was ist das Chronische Fatigue Syndrom (ME/CFS)?

Bei ME/CFS handelt es sich um eine chronische neurologische Multisystemerkrankung. Sie wird international den Erkrankungen des Nervensystems zugeordnet. Die verbundenen Beschwerden äußern sich jedoch in mehreren Bereichen des Körpers. Welche Vorgänge an ihrer Entstehung beteiligt sind, ist bislang nicht abschließend geklärt.

Die Erkrankung schränkt die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit erheblich ein. Manche Betroffene bewältigen einzelne Aufgaben zwar noch, allerdings mit großen Einschränkungen. Bei schweren Verläufen ist es dagegen kaum noch möglich, die Wohnung zu verlassen.

Sehr schwer Erkrankte sind sogar bettlägerig und damit auf Unterstützung bei der täglichen Versorgung angewiesen.

Der Begriff Fatigue bezeichnet bei ME/CFS die krankhafte Erschöpfung, die mit einem deutlichen Verlust der früheren Belastbarkeit einhergeht. Sie ist nicht mit normaler Müdigkeit gleichzusetzen, die gesunde Menschen nach körperlicher Anstrengung oder einem langen Tag verspüren. Außerdem wichtig: Der Ausdruck Fatigue Syndrom wird häufig für anhaltende Erschöpfungszustände verwendet, bezeichnet aber nicht automatisch ME/CFS.

Was bedeuten die Abkürzungen CFS, ME und ME/CFS?

CFS

ist die Abkürzung für das Chronic Fatigue Syndrome, auf Deutsch Chronisches Fatigue Syndrom. Die Bezeichnung stellt die anhaltende Erschöpfung in den Vordergrund. Diese bildet das komplexe Krankheitsbild jedoch nur teilweise ab.

ME

steht für Myalgische Enzephalomyelitis. Dieser Begriff wird vor allem verwendet, um die Erkrankung nicht nur auf das Symptom Fatigue zu reduzieren.

ME/CFS

verbindet die beiden Bezeichnungen. Der Begriff hat sich deshalb für das gesamte Krankheitsbild etabliert. Er macht deutlich, dass weit mehr als ein gewöhnliches Fatigue Syndrom vorliegt.

Was unterscheidet CFS von normaler Erschöpfung?

Erschöpfung stellt zunächst eine normale Reaktion des Körpers dar: Nach körperlicher Anstrengung, zu wenig Schlaf oder einer belastenden Lebensphase sinkt die Leistungsfähigkeit vorübergehend. Ruhe und Schlaf sorgen jedoch normalerweise dafür, dass sich der Körper wieder erholt.

Bei CFS ist dies nicht der Fall. Die frühere Belastbarkeit zeigt sich über längere Zeit deutlich herabgesetzt. Selbst ausreichend Schlaf führt nicht dazu, dass sich die Betroffenen wieder erholt fühlen. Hinzu kommen weitere Beschwerden wie Konzentrationsstörungen, Muskel- und Gelenkschmerzen oder Kreislaufprobleme. Die Symptome des Chronischen Fatigue Syndroms beschränken sich also nicht nur auf Müdigkeit.

Belastung wirkt oft erst Stunden später

Charakteristisch für ME/CFS ist die Post-Exertional Malaise (PEM). Diese beschreibt, dass sich der Gesamtzustand nach körperlicher oder geistiger Anstrengung verschlechtert. Auch emotionale Belastungen oder intensive Sinneseindrücke können eine solche Reaktion auslösen.

Die Beschwerden treten meist nicht während der Aktivität auf. Manche Betroffene bewältigen zunächst einen Termin oder eine alltägliche Aufgabe problemlos. Die Folgen machen sich erst am nächsten Tag bemerkbar. Typischerweise beginnt die Verschlechterung innerhalb von 12 bis 48 Stunden: Die Erschöpfung nimmt zu, das Denken fällt schwerer und vorhandene Schmerzen oder Schlafprobleme verstärken sich. Dieser Zustand kann Tage oder sogar Wochen anhalten.

Dadurch ist es schwierig, die eigene Belastungsgrenze realistisch einzuschätzen. Was an einem Tag noch möglich ist, führt anschließend zu einem längeren Rückschlag. Genau diese verzögerte Reaktion unterscheidet ME/CFS wesentlich von gewöhnlicher Erschöpfung.

Vergleichspunkt Normale Erschöpfung ME/CFS
Erholung Ruhe und Schlaf führen zu einer spürbaren Besserung. Die Erschöpfung bleibt trotz ausreichender Ruhe bestehen. Nach der Belastung verschlechtert sich der Zustand weiter.
Belastbarkeit Die Leistungsfähigkeit ist vorübergehend reduziert und kehrt nach der Erholung zurück. Die körperliche und geistige Belastbarkeit bleibt deutlich unter dem früheren Niveau. Bereits geringe Anstrengungen können PEM auslösen.
Alltag Gewohnte Aufgaben sind nach einer Ruhephase wieder möglich. Beruf, Haushalt, Körperpflege und soziale Kontakte werden dauerhaft eingeschränkt. Bei schweren Verläufen sind die Betroffenen auf Unterstützung angewiesen.
Schlaf Eine ausreichende Schlafdauer wirkt gewöhnlich erholsam. Der Schlaf wird nicht als erholsam erlebt. Auch nach einer durchgeschlafenen Nacht wachen die Betroffenen erschöpft auf.
Dauer Die Beschwerden klingen ab, wenn der Schlafmangel oder die vorausgegangene Belastung ausgeglichen wurde. ME/CFS verläuft chronisch. Die Beschwerden können schwanken, verschwinden durch Erholung jedoch nicht dauerhaft.
Symptome Im Vordergrund stehen Müdigkeit und eine vorübergehend geringere Leistungsfähigkeit. Zu den typischen CFS-Symptomen gehören neben der ausgeprägten Erschöpfung unter anderem PEM, Brain Fog, Schlafstörungen, Schmerzen und orthostatische Beschwerden.

Starke Erschöpfung allein reicht für die Diagnose nicht aus

Fatigue tritt auch bei anderen Erkrankungen auf, darunter Krebs, Multiple Sklerose und entzündlich-rheumatische Erkrankungen. Zudem können Blutarmut, Schilddrüsenerkrankungen, Schlafstörungen oder psychische Erkrankungen mit anhaltender Erschöpfung einhergehen.

Eine ausgeprägte Müdigkeit allein bedeutet deshalb noch nicht automatisch, dass ME/CFS vorliegt. Für eine korrekte medizinische Einordnung ist Ihr gesamtes Beschwerdebild entscheidend. Besonders relevant sind der dauerhafte Verlust Ihrer früheren Belastbarkeit, nicht erholsamer Schlaf und die Post Exertional Malaise (PEM). Wenn sich Ihre Beschwerden nach geringer Anstrengung regelmäßig zeitversetzt verstärken, sollte dies bei der weiteren Diagnostik unbedingt berücksichtigt werden.

Welche CFS Symptome können auftreten?

ME/CFS verursacht körperliche, geistige und neurologische Beschwerden. Welche Symptome auftreten und wie stark sie ausgeprägt sind, unterscheidet sich allerdings von Mensch zu Mensch. Kennzeichnend sind vor allem die dauerhaft verringerte Leistungsfähigkeit und die Verschlechterung nach erfolgter Belastung.

Post Exertional Malaise (PEM)

Das zentrale Merkmal von ME/CFS ist die Post Exertional Malaise. Bereits geringe körperliche, geistige, emotionale oder sensorische Belastungen verschlechtern den Zustand deutlich. Die Reaktion setzt häufig einige Stunden später ein und kann mehrere Tage oder darüber hinaus anhalten.

Extreme Erschöpfung

Die Erschöpfung bei ME/CFS geht über gewöhnliche Müdigkeit weit hinaus. Selbst alltägliche Aufgaben wie Duschen, Kochen oder ein kurzes Gespräch beanspruchen viel Energie. Ruhe oder Schlaf führen nicht mehr zu der sonst gewohnten Erholung.

Brain Fog

Brain Fog beschreibt das Gefühl, geistig verlangsamt oder benommen zu sein. Die Betroffenen haben beispielsweise Schwierigkeiten, Informationen zu verarbeiten, passende Wörter zu finden oder einem Gespräch zu folgen. Unter Belastung verstärken sich diese Beschwerden häufig.

Konzentrationsstörungen

Lesen, Bildschirmarbeit oder Aufgaben mit mehreren Arbeitsschritten können bei ME/CFS schnell überfordern. Manche Erkrankte verlieren immer wieder den Gedankengang, müssen Inhalte mehrfach lesen oder können ihre Aufmerksamkeit nur für kurze Zeit aufrechterhalten.

Schlafstörungen

Viele Betroffene schlafen lange, fühlen sich am nächsten Morgen dennoch nach wie vor erschöpft. Möglich sind außerdem Probleme beim Ein- und Durchschlafen, häufiges Erwachen oder ein verschobener Schlaf-Wach-Rhythmus.

Muskel- und Gelenkschmerzen

Muskel- und Gelenkschmerzen treten bei vielen Betroffenen dauerhaft oder in wechselnder Stärke auf. Teilweise verstärken sie sich nach körperlicher oder geistiger Anstrengung. Auch wiederkehrende Kopfschmerzen sind ein mögliches Symptom.

Kreislaufprobleme

Längeres Sitzen oder Stehen kann Schwindel, Herzrasen, Schwäche, Übelkeit oder Konzentrationsprobleme auslösen. Bessern sich die Beschwerden im Liegen, liegt eventuell eine orthostatische Intoleranz vor. Eine mögliche Form davon stellt das posturale orthostatische Tachykardiesyndrom, kurz POTS, dar.

Reizempfindlichkeit

Licht, Geräusche, Gerüche oder Berührungen werden von den Betroffenen mitunter als ungewöhnlich intensiv oder schmerzhaft empfunden. Bei schwerem ME/CFS kann deshalb eine normale Alltagsumgebung bereits zu einer deutlichen Verschlechterung führen.

Nicht alle Patientinnen und Patienten erleben alle genannten ME/CFS Symptome. Für die ärztliche Einordnung sind daher immer die jeweilige Ausprägung, der zeitliche Verlauf und die Auswirkungen auf den Alltag entscheidend.

Ursachen von ME/CFS
Aktueller wissenschaftlicher Stand

Die genauen Ursachen von ME/CFS sind bislang nicht vollständig geklärt. Es wird aktuell davon ausgegangen, dass mehrere Vorgänge ineinandergreifen. Dabei wird zwischen einem möglichen Auslöser und den Mechanismen unterschieden, welche die Erkrankung anschließend aufrechterhalten.

Virusinfektionen

Bei vielen Betroffenen beginnt ME/CFS nach einer akuten Infektion. Die eigentliche Infektion klingt ab, allerdings kehrt die frühere Belastbarkeit nicht zurück. Stattdessen bleiben unter anderem Fatigue, nicht erholsamer Schlaf und Post-Exertional Malaise bestehen.

Eine vorausgegangene Infektion bedeutet nicht zwangsläufig, dass sich der Erreger weiterhin im Körper vermehrt. Untersucht wird, ob sie eine länger anhaltende Fehlsteuerung verschiedener Körpersysteme ausgelöst hat. Bei anderen Erkrankten entwickelt sich ME/CFS allerdings auch schrittweise oder ganz ohne einen eindeutig erkennbaren Ausgangspunkt

Epstein-Barr-Virus

Das Epstein-Barr-Virus zählt zu den häufig untersuchten möglichen Auslösern. Ein Teil der Menschen entwickelt nach einem Pfeifferschen Drüsenfieber anhaltende Beschwerden und erfüllt später die Diagnosekriterien für ME/CFS.

Ein positiver EBV-Antikörperbefund belegt diesen Zusammenhang allerdings nicht automatisch. Da das Virus weit verbreitet ist, lassen sich entsprechende Antikörper auch bei vielen gesunden Menschen nachweisen.

COVID-19 und Long COVID

Long COVID bezeichnet ein breites Spektrum möglicher gesundheitlicher Folgen einer SARS-CoV-2-Infektion. Allerdings erfüllt nur ein Teil der Menschen mit Long COVID zugleich die Diagnosekriterien für ME/CFS.

Daher geht Long COVID nicht zwangsläufig mit dem für ME/CFS typischen Beschwerdebild aus PEM, nicht erholsamem Schlaf und erheblich verringerter Belastbarkeit einher.

Untersuchte Krankheitsmechanismen

Die Forschung beschäftigt sich aktuell unter anderem mit den folgenden Vorgängen:

Immunfehlregulation

Studien zeigen Veränderungen verschiedener Immunzellen und immunologischer Signalwege. Ein eindeutiger diagnostischer Immunwert steht jedoch bislang nicht zur Verfügung.

Autoimmunprozesse

Bei einem Teil der Erkrankten wurden auffällige Autoantikörper gefunden. Die bisherigen Ergebnisse reichen allerdings noch nicht aus, um ME/CFS generell als Autoimmunerkrankung einzuordnen.

Entzündungsreaktionen

Untersucht werden veränderte Entzündungsprozesse im Körper und im Nervensystem. Normale Entzündungswerte schließen ME/CFS nicht aus.

Mikrozirkulationsstörungen

Veränderungen der Gefäßregulation könnten die Versorgung von Muskulatur und Gehirn bei Belastung beeinträchtigen. Ob sie Ursache oder Folge der Erkrankung sind, ist noch offen.

Der aktuelle Forschungsstand spricht damit für ein Zusammenspiel mehrerer Mechanismen. Welche davon bei einer bestimmten Person beteiligt sind, lässt sich gegenwärtig jedoch nicht zuverlässig anhand einzelner Laborwerte bestimmen.

Wie erfolgt die Diagnose von ME/CFS?

Für die Diagnose von ME/CFS gibt es also bislang keinen einzelnen Laborwert oder einen bildgebenden Befund. Entscheidend sind der Krankheitsverlauf, der Verlust der früheren Belastbarkeit und das Vorliegen einer Post-Exertional Malaise.

Unsere kooperierenden Ärztinnen und Ärzte prüfen sorgfältig, ob eventuell andere Erkrankungen Ihre Beschwerden besser erklären. Bei ME/CFS handelt es sich dennoch um keine reine Ausschlussdiagnose. Unauffällige Untersuchungsergebnisse und anhaltende Erschöpfung sind nicht ausreichend. Die typischen Merkmale müssen in der erforderlichen Kombination und Ausprägung vorliegen.

Behandlungsmöglichkeiten bei ME/CFS

Eine ursächliche Standardtherapie für ME/CFS existiert bislang nicht. Die Behandlung des Chronischen Fatigue Syndroms richtet sich deshalb darauf, einzelne Beschwerden zu lindern, behandelbare Begleiterkrankungen zu berücksichtigen und weitere PEM-bedingte Belastungseinbrüche möglichst zu vermeiden.

Abhängig von Ihrem Beschwerdebild werden also Schlafstörungen, Schmerzen, Migräne oder Kreislaufprobleme adressiert. Auch eventuelle Begleiterkrankungen wie POTS, Allergien und nachgewiesene Mangelzustände fließen in Ihre Therapieplanung ein.

Symptomorientierte Behandlung

Welche Beschwerden Ihren Alltag am stärksten einschränken, kann sich im Krankheitsverlauf verändern. Unsere behandelnden Ärztinnen und Ärzte legen deshalb gemeinsam mit Ihnen fest, welches konkrete Therapieziel zunächst Vorrang hat. Die einzelnen Maßnahmen werden möglichst schrittweise begonnen und anschließend auf ihre Wirkung und Verträglichkeit geprüft. So lässt sich im Laufe der Zeit beurteilen, wodurch sich Ihre Beschwerden verändern und ob eine Anpassung erforderlich ist.

Pacing

Bei dem sogenannten Pacing werden körperliche, geistige und soziale Aktivitäten an die verfügbare Energie angepasst. Unsere kooperierenden Ärztinnen und Ärzte betrachten gemeinsam mit Ihnen, welche Belastungen eine PEM bei Ihnen auslösen und wie sich Aufgaben, Ruhezeiten und Reize in Zukunft besser verteilen lassen. Mit Pacing ist allerdings nicht gemeint, die Anstrengungen immer weiter zu steigern.

Ernährung und Nährstoffversorgung

Eine spezielle Ernährung, die ME/CFS nachweislich heilt, ist bis heute nicht bekannt. Es wird allerdings geprüft, ob Ihre Versorgung mit Energie, Flüssigkeit und Nährstoffen ausreichend ist oder ob sich Mängel nachweisen lassen, die gezielt ausgeglichen werden sollten. Unverträglichkeiten und Verdauungsbeschwerden werden ebenfalls berücksichtigt.

Medikamentöse Möglichkeiten

Medikamente können einzelne Beschwerden wie Schmerzen, Schlafstörungen, Migräne oder Kreislaufprobleme lindern. Da manche Erkrankte empfindlich auf Wirkstoffe reagieren, müssen Auswahl, Dosierung und Verträglichkeit allerdings sorgfältig geprüft werden. Ein zugelassenes Medikament, das die Ursache von ME/CFS beseitigt, steht derzeit nicht zur Verfügung.

Apherese als Behandlungsschwerpunkt bei VitaSangius

Bei VitaSangius kommt die Apherese insbesondere bei Patientinnen und Patienten zum Einsatz, die trotz bisheriger ärztlicher Behandlungen weiterhin unter erheblichen Beschwerden leiden. Ob das Verfahren im individuellen Fall medizinisch sinnvoll und vertretbar ist, beurteilen die kooperierenden Ärztinnen und Ärzte anhand der vorhandenen Befunde, des bisherigen Krankheitsverlaufs und der aktuellen Belastbarkeit.

Nach unseren bisherigen Erfahrungen berichten etwa 9 von 10 behandelten Patientinnen und Patienten von einer deutlichen bis sehr deutlichen Verbesserung ihres Wohlbefindens. Viele bemerken erste Veränderungen bereits nach der ersten Apherese. Die individuellen Behandlungsergebnisse können variieren; ein bestimmter Behandlungserfolg kann nicht zugesichert werden.

Bei stärker ausgeprägten Beschwerden empfehlen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte nach individueller Beurteilung häufig zwei Behandlungen innerhalb von 48 Stunden. Eine Apherese dauert in der Regel etwa 3,5 bis maximal 5 Stunden.

In bestimmten Fällen kann nach individueller ärztlicher Beurteilung auch eine Hämoperfusion sinnvoll sein. Welche Form der Blutreinigung infrage kommt, hängt von den Beschwerden, den Befunden und der medizinischen Indikation ab.

Warum VitaSangius bei ME/CFS?

ME/CFS verläuft bei jedem Menschen anders. Es geht deshalb nie allein um die Diagnose, sondern um Ihre Beschwerden, bereits vorhandene Befunde, Begleiterkrankungen und Ihre aktuelle Belastbarkeit. Wir von VitaSangius bieten spezialisierte Blutreinigungsverfahren an. Die medizinische Untersuchung, Indikationsstellung, Durchführung und Überwachung übernehmen selbstständig tätige Ärztinnen und Ärzte, die eng mit VitaSangius zusammenarbeiten.

Spezialisierung

Wir beschäftigen uns mit komplexen chronischen und postinfektiösen Erkrankungsbildern wie ME/CFS und Long COVID. Im Fokus steht für uns vor allem die eingeschränkte Belastbarkeit und das Risiko einer Post-Exertional Malaise.

Apherese im Mittelpunkt

Die Apherese bildet einen zentralen Behandlungsschwerpunkt bei VitaSangius. In medizinisch begründeten Fällen können weitere extrakorporale Verfahren wie die Hämoperfusion berücksichtigt werden.

Individuelle Betreuung

Wir arbeiten nicht nach einem festen Standardprogramm. Bei uns bestimmen Ihre Beschwerden, Ihr Krankheitsverlauf und Ihre Untersuchungsergebnisse, welche Maßnahmen wir Ihnen empfehlen.

Umfassende Diagnostik

Die kooperierenden Ärztinnen und Ärzte beziehen bereits vorhandene Befunde ein und klären gemeinsam mit Ihnen, welche weiteren Untersuchungen sinnvoll sind. Dazu können spezielle Laboranalysen sowie Herz-Kreislauf- und Gefäßuntersuchungen gehören.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Bei Bedarf stimmen wir uns mit selbstständig tätigen Fachärztinnen und Fachärzten, spezialisierten Laboren sowie externen Partnerpraxen ab. So können wir unterschiedliche medizinische Fragestellungen gezielt einordnen.

Persönliche Begleitung

Wir erklären Ihnen den Ablauf verständlich, beantworten offene Fragen und begleiten Sie auch nach einer Behandlung persönlich. Veränderungen und mögliche Unverträglichkeiten behalten wir dabei gemeinsam mit Ihnen im Blick.

Patientenerfahrungen mit der Apherese
auf dem Weg zu neuem Wohlbefinden

Ärztliche Beratung zu ME/CFS und anhaltender Erschöpfung

Für wen ist eine Vorstellung bei VitaSangius sinnvoll?

Eine Vorstellung bei uns eignet sich für Patientinnen und Patienten, bei denen bereits ME/CFS oder Long COVID diagnostiziert wurde. Auch wenn Sie seit längerer Zeit unter ausgeprägter Erschöpfung, verringerter Belastbarkeit oder einer Verschlechterung nach körperlicher beziehungsweise geistiger Anstrengung leiden, können Sie sich an uns wenden.

Bei einem Verdacht auf ME/CFS betrachten wir Ihre Beschwerden, den bisherigen Krankheitsverlauf und die bereits vorliegenden Befunde. Gemeinsam klären wir, welche weiteren Untersuchungen für Sie sinnvoll sind und ob Sie die typischen Diagnosemerkmale aufweisen.

Eine erneute medizinische Einschätzung ist außerdem hilfreich, wenn Ihnen bisherige Behandlungen keine ausreichende Besserung gebracht haben. Wir prüfen, welche Ansätze bereits verfolgt wurden und welche weiteren Möglichkeiten unter Berücksichtigung Ihrer aktuellen Belastbarkeit infrage kommen.

Ablauf der ME/CFS-Diagnostik und Behandlung bei VitaSangius

Da die Behandlung des Chronischen Fatigue Syndroms mehrere Ebenen umfasst, gehen Diagnostik, Therapieplanung und Verlaufskontrolle bei uns von VitaSangius schrittweise ineinander über.

Vereinbaren Sie Ihren Termin für eine frühzeitige Einordnung von ME/CFS

Myalgische Enzephalomyelitis beziehungsweise das Chronische Fatigue Syndrom ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Eine frühzeitige Diagnostik ist wichtig, um typische CFS Symptome wie die Post Exertional Malaise medizinisch einzuordnen, andere Ursachen zu prüfen und weitere Belastungseinbrüche möglichst zu vermeiden.

Eine ursächliche Standardtherapie gibt es bislang nicht. Individuell abgestimmte Therapieansätze können dennoch helfen, einzelne Beschwerden gezielt zu adressieren. Bei VitaSangius erhalten Betroffene Zugang zu moderner Diagnostik und einem persönlichen Behandlungskonzept. Unsere kooperierenden Ärztinnen und Ärzte prüfen auf Grundlage Ihrer Befunde, welche Maßnahmen für Sie medizinisch sinnvoll sind und ob ergänzende Verfahren wie die Apherese oder Hämoperfusion für Ihre ME/CFS-Behandlung infrage kommen. VitaSangius stellt dafür die spezialisierte Infrastruktur bereit und begleitet den Ablauf persönlich.

Sie leiden unter anhaltender Erschöpfung, Post Exertional Malaise oder Beschwerden nach Long COVID? Vereinbaren Sie jetzt einen Termin bei VitaSangius und lassen Sie sich ärztlich dazu beraten, welche diagnostischen und therapeutischen Schritte in Ihrem Fall infrage kommen.

Apherese bei VitaSangius in Potsdam

Die Apherese ist ein zentraler Behandlungsschwerpunkt bei VitaSangius in Potsdam. Sie wird insbesondere bei Patientinnen und Patienten eingesetzt, die trotz bisheriger ärztlicher Behandlungen weiterhin unter erheblichen Beschwerden leiden. Ob das Verfahren für Sie infrage kommt, entscheiden die kooperierenden Ärztinnen und Ärzte nach einer individuellen Bewertung Ihrer Befunde und Ihrer aktuellen Belastbarkeit.

Eine Behandlung dauert in der Regel etwa 3,5 bis maximal 5 Stunden. Bei stärker ausgeprägten Beschwerden können nach individueller ärztlicher Beurteilung zwei Apheresen innerhalb von 48 Stunden empfohlen werden. In bestimmten Fällen kann auch eine Hämoperfusion sinnvoll sein.

Hinweis zu den Kosten: Die Behandlung ist grundsätzlich eine Selbstzahlerleistung. In Einzelfällen übernehmen Krankenkassen nach vorheriger Prüfung einen Teil oder sogar die gesamten Kosten.

FAQ: Ihre häufigen Fragen zu ME/CFS

ME/CFS stellt eine komplexe chronische Erkrankung dar, die gleich mehrere Körpersysteme betrifft. Sie kann die körperliche sowie geistige Belastbarkeit erheblich einschränken. Charakteristisch ist vor allem die Post Exertional Malaise: Bereits geringe Anstrengungen verschlechtern den Allgemeinzustand deutlich und länger anhaltend.

Eine ursächliche Therapie, die ME/CFS nachweislich heilt, steht derzeit nicht zur Verfügung. Der Verlauf zeigt sich bei Betroffenen unterschiedlich. Eine gezielte Chronisches Fatigue Symptom Behandlung kann jedoch Beschwerden lindern, Begleiterkrankungen behandeln und helfen, weitere Belastungseinbrüche zu vermeiden.

Zu den häufigen ME/CFS-Symptomen gehören ausgeprägte Fatigue, Post Exertional Malaise, nicht erholsamer Schlaf, Brain Fog, Konzentrationsstörungen, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Kreislaufprobleme. Art und Schwere der Beschwerden unterscheiden sich allerdings von Person zu Person.

Die ME/CFS-Diagnose stützt sich auf die Anamnese, das Vorliegen einer PEM und internationale Diagnosekriterien. Ergänzend müssen auch andere mögliche Ursachen Ihrer Beschwerden untersucht werden. Bei VitaSangius beziehen wir Ihre vorhandenen Befunde ein und klären, welche weiteren diagnostischen Schritte in Ihrem Fall erforderlich sind.

PEM bezeichnet eine deutliche Verschlechterung der Beschwerden nach körperlicher, geistiger, emotionaler oder sensorischer Belastung. Sie kann zeitversetzt einsetzen und mehrere Tage oder länger anhalten. Selbst Tätigkeiten, die früher problemlos möglich waren, können eine solche Reaktion auslösen.

Long COVID umfasst unterschiedliche Beschwerden, die nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 fortbestehen oder auch neu auftreten. Ein Teil der Betroffenen entwickelt ein Krankheitsbild, das die Kriterien für ME/CFS erfüllt. ME/CFS kann jedoch auch nach anderen Infektionen oder ohne eindeutig erkennbaren Auslöser entstehen.

Unsere CFS Behandlung richtet sich immer nach Ihren vorliegenden Chronisches Fatigue Syndrom Symptomen und eventuellen Begleiterkrankungen. Mögliche Bausteine stellen das Pacing, die Behandlung von Schlafstörungen, Schmerzen oder Kreislaufproblemen, eine ausreichende Nährstoffversorgung und medikamentöse Maßnahmen dar. Bei VitaSangius prüfen wir außerdem, ob für Sie ergänzende Verfahren wie die Hämoperfusion medizinisch infrage kommen.

Wir bei VitaSangius erwägen die Hämoperfusion nach ärztlicher Prüfung als ergänzenden Bestandteil der ME/CFS-Therapie. Bei dieser wird das Blut außerhalb des Körpers über einen Adsorber geleitet. Das Verfahren zählt bislang nicht zu den etablierten Standardtherapien bei ME/CFS. Die wissenschaftliche Evidenz ist begrenzt und ein Erfolg der CFS Behandlung lässt sich nicht zusichern.

Eine Apherese dauert in der Regel etwa 3,5 bis maximal 5 Stunden. Die genaue Dauer kann je nach individuellem Behandlungsverlauf variieren. Bei stärker ausgeprägten Beschwerden empfehlen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte nach individueller Beurteilung häufig zwei Behandlungen innerhalb von 48 Stunden.

Die Behandlung ist grundsätzlich eine Selbstzahlerleistung. In Einzelfällen übernehmen Krankenkassen nach vorheriger Prüfung einen Teil oder sogar die gesamten Kosten. Eine Kostenübernahme kann nicht zugesichert werden und sollte vor Behandlungsbeginn individuell mit der jeweiligen Krankenkasse geklärt werden.

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