Was ist das Chronische Fatigue Syndrom (ME/CFS)?
Wenn die Erschöpfung bleibt
Die Myalgische Enzephalomyelitis beziehungsweise das Chronische Fatigue Syndrom (ME/CFS) hat mit gewöhnlicher Müdigkeit wenig gemeinsam. Das ausgeprägte Gefühl der Erschöpfung bleibt auch nach ausreichend Schlaf und Ruhe bestehen.
Schon geringe körperliche oder geistige Anstrengungen können die Beschwerden so stark verschlechtern, dass selbst alltägliche Aufgaben für mehrere Tage kaum noch erfüllt werden können. Diese für ME/CFS kennzeichnende Belastungsintoleranz wird als Post-Exertional Malaise (PEM) bezeichnet.
Viele Betroffene haben bereits zahlreiche Untersuchungen, Arzttermine und Behandlungen hinter sich, ohne eine ausreichende Besserung ihrer Beschwerden zu erfahren.
VitaSangius ist ein spezialisiertes Zentrum für Apherese und extrakorporale Blutreinigungsverfahren in Potsdam. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die ärztlich begleitete Apherese bei Patientinnen und Patienten, deren Beschwerden trotz bisheriger Behandlungen fortbestehen.
Die medizinische Abklärung und Behandlung erfolgen durch selbstständig und unabhängig tätige Kooperationsärztinnen und -ärzte. Sie betrachten Ihren bisherigen Krankheitsverlauf und die vorhandenen Befunde im Detail. Anschließend besprechen sie mit Ihnen, welche weiteren Untersuchungen in Ihrem Fall sinnvoll sind und ob eine der bei VitaSangius angebotenen Therapien für Sie infrage kommt.
Was ist das Chronische Fatigue Syndrom (ME/CFS)?
Bei ME/CFS handelt es sich um eine chronische neurologische Multisystemerkrankung. Sie wird international den Erkrankungen des Nervensystems zugeordnet. Die verbundenen Beschwerden äußern sich jedoch in mehreren Bereichen des Körpers. Welche Vorgänge an ihrer Entstehung beteiligt sind, ist bislang nicht abschließend geklärt.
Die Erkrankung schränkt die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit erheblich ein. Manche Betroffene bewältigen einzelne Aufgaben zwar noch, allerdings mit großen Einschränkungen. Bei schweren Verläufen ist es dagegen kaum noch möglich, die Wohnung zu verlassen.
Sehr schwer Erkrankte sind sogar bettlägerig und damit auf Unterstützung bei der täglichen Versorgung angewiesen.
Der Begriff Fatigue bezeichnet bei ME/CFS die krankhafte Erschöpfung, die mit einem deutlichen Verlust der früheren Belastbarkeit einhergeht. Sie ist nicht mit normaler Müdigkeit gleichzusetzen, die gesunde Menschen nach körperlicher Anstrengung oder einem langen Tag verspüren. Außerdem wichtig: Der Ausdruck Fatigue Syndrom wird häufig für anhaltende Erschöpfungszustände verwendet, bezeichnet aber nicht automatisch ME/CFS.
Was bedeuten die Abkürzungen CFS, ME und ME/CFS?
CFS
ist die Abkürzung für das Chronic Fatigue Syndrome, auf Deutsch Chronisches Fatigue Syndrom. Die Bezeichnung stellt die anhaltende Erschöpfung in den Vordergrund. Diese bildet das komplexe Krankheitsbild jedoch nur teilweise ab.
ME
steht für Myalgische Enzephalomyelitis. Dieser Begriff wird vor allem verwendet, um die Erkrankung nicht nur auf das Symptom Fatigue zu reduzieren.
ME/CFS
verbindet die beiden Bezeichnungen. Der Begriff hat sich deshalb für das gesamte Krankheitsbild etabliert. Er macht deutlich, dass weit mehr als ein gewöhnliches Fatigue Syndrom vorliegt.
Was unterscheidet CFS von normaler Erschöpfung?
Erschöpfung stellt zunächst eine normale Reaktion des Körpers dar: Nach körperlicher Anstrengung, zu wenig Schlaf oder einer belastenden Lebensphase sinkt die Leistungsfähigkeit vorübergehend. Ruhe und Schlaf sorgen jedoch normalerweise dafür, dass sich der Körper wieder erholt.
Bei CFS ist dies nicht der Fall. Die frühere Belastbarkeit zeigt sich über längere Zeit deutlich herabgesetzt. Selbst ausreichend Schlaf führt nicht dazu, dass sich die Betroffenen wieder erholt fühlen. Hinzu kommen weitere Beschwerden wie Konzentrationsstörungen, Muskel- und Gelenkschmerzen oder Kreislaufprobleme. Die Symptome des Chronischen Fatigue Syndroms beschränken sich also nicht nur auf Müdigkeit.
Belastung wirkt oft erst Stunden später
Charakteristisch für ME/CFS ist die Post-Exertional Malaise (PEM). Diese beschreibt, dass sich der Gesamtzustand nach körperlicher oder geistiger Anstrengung verschlechtert. Auch emotionale Belastungen oder intensive Sinneseindrücke können eine solche Reaktion auslösen.
Die Beschwerden treten meist nicht während der Aktivität auf. Manche Betroffene bewältigen zunächst einen Termin oder eine alltägliche Aufgabe problemlos. Die Folgen machen sich erst am nächsten Tag bemerkbar. Typischerweise beginnt die Verschlechterung innerhalb von 12 bis 48 Stunden: Die Erschöpfung nimmt zu, das Denken fällt schwerer und vorhandene Schmerzen oder Schlafprobleme verstärken sich. Dieser Zustand kann Tage oder sogar Wochen anhalten.
Dadurch ist es schwierig, die eigene Belastungsgrenze realistisch einzuschätzen. Was an einem Tag noch möglich ist, führt anschließend zu einem längeren Rückschlag. Genau diese verzögerte Reaktion unterscheidet ME/CFS wesentlich von gewöhnlicher Erschöpfung.
| Vergleichspunkt | Normale Erschöpfung | ME/CFS |
|---|---|---|
| Erholung | Ruhe und Schlaf führen zu einer spürbaren Besserung. | Die Erschöpfung bleibt trotz ausreichender Ruhe bestehen. Nach der Belastung verschlechtert sich der Zustand weiter. |
| Belastbarkeit | Die Leistungsfähigkeit ist vorübergehend reduziert und kehrt nach der Erholung zurück. | Die körperliche und geistige Belastbarkeit bleibt deutlich unter dem früheren Niveau. Bereits geringe Anstrengungen können PEM auslösen. |
| Alltag | Gewohnte Aufgaben sind nach einer Ruhephase wieder möglich. | Beruf, Haushalt, Körperpflege und soziale Kontakte werden dauerhaft eingeschränkt. Bei schweren Verläufen sind die Betroffenen auf Unterstützung angewiesen. |
| Schlaf | Eine ausreichende Schlafdauer wirkt gewöhnlich erholsam. | Der Schlaf wird nicht als erholsam erlebt. Auch nach einer durchgeschlafenen Nacht wachen die Betroffenen erschöpft auf. |
| Dauer | Die Beschwerden klingen ab, wenn der Schlafmangel oder die vorausgegangene Belastung ausgeglichen wurde. | ME/CFS verläuft chronisch. Die Beschwerden können schwanken, verschwinden durch Erholung jedoch nicht dauerhaft. |
| Symptome | Im Vordergrund stehen Müdigkeit und eine vorübergehend geringere Leistungsfähigkeit. | Zu den typischen CFS-Symptomen gehören neben der ausgeprägten Erschöpfung unter anderem PEM, Brain Fog, Schlafstörungen, Schmerzen und orthostatische Beschwerden. |
Starke Erschöpfung allein reicht für die Diagnose nicht aus
Fatigue tritt auch bei anderen Erkrankungen auf, darunter Krebs, Multiple Sklerose und entzündlich-rheumatische Erkrankungen. Zudem können Blutarmut, Schilddrüsenerkrankungen, Schlafstörungen oder psychische Erkrankungen mit anhaltender Erschöpfung einhergehen.
Eine ausgeprägte Müdigkeit allein bedeutet deshalb noch nicht automatisch, dass ME/CFS vorliegt. Für eine korrekte medizinische Einordnung ist Ihr gesamtes Beschwerdebild entscheidend. Besonders relevant sind der dauerhafte Verlust Ihrer früheren Belastbarkeit, nicht erholsamer Schlaf und die Post Exertional Malaise (PEM). Wenn sich Ihre Beschwerden nach geringer Anstrengung regelmäßig zeitversetzt verstärken, sollte dies bei der weiteren Diagnostik unbedingt berücksichtigt werden.
Welche CFS Symptome können auftreten?
ME/CFS verursacht körperliche, geistige und neurologische Beschwerden. Welche Symptome auftreten und wie stark sie ausgeprägt sind, unterscheidet sich allerdings von Mensch zu Mensch. Kennzeichnend sind vor allem die dauerhaft verringerte Leistungsfähigkeit und die Verschlechterung nach erfolgter Belastung.
Post Exertional Malaise (PEM)
Das zentrale Merkmal von ME/CFS ist die Post Exertional Malaise. Bereits geringe körperliche, geistige, emotionale oder sensorische Belastungen verschlechtern den Zustand deutlich. Die Reaktion setzt häufig einige Stunden später ein und kann mehrere Tage oder darüber hinaus anhalten.
Extreme Erschöpfung
Die Erschöpfung bei ME/CFS geht über gewöhnliche Müdigkeit weit hinaus. Selbst alltägliche Aufgaben wie Duschen, Kochen oder ein kurzes Gespräch beanspruchen viel Energie. Ruhe oder Schlaf führen nicht mehr zu der sonst gewohnten Erholung.
Brain Fog
Brain Fog beschreibt das Gefühl, geistig verlangsamt oder benommen zu sein. Die Betroffenen haben beispielsweise Schwierigkeiten, Informationen zu verarbeiten, passende Wörter zu finden oder einem Gespräch zu folgen. Unter Belastung verstärken sich diese Beschwerden häufig.
Konzentrationsstörungen
Lesen, Bildschirmarbeit oder Aufgaben mit mehreren Arbeitsschritten können bei ME/CFS schnell überfordern. Manche Erkrankte verlieren immer wieder den Gedankengang, müssen Inhalte mehrfach lesen oder können ihre Aufmerksamkeit nur für kurze Zeit aufrechterhalten.
Schlafstörungen
Viele Betroffene schlafen lange, fühlen sich am nächsten Morgen dennoch nach wie vor erschöpft. Möglich sind außerdem Probleme beim Ein- und Durchschlafen, häufiges Erwachen oder ein verschobener Schlaf-Wach-Rhythmus.
Muskel- und Gelenkschmerzen
Muskel- und Gelenkschmerzen treten bei vielen Betroffenen dauerhaft oder in wechselnder Stärke auf. Teilweise verstärken sie sich nach körperlicher oder geistiger Anstrengung. Auch wiederkehrende Kopfschmerzen sind ein mögliches Symptom.
Kreislaufprobleme
Längeres Sitzen oder Stehen kann Schwindel, Herzrasen, Schwäche, Übelkeit oder Konzentrationsprobleme auslösen. Bessern sich die Beschwerden im Liegen, liegt eventuell eine orthostatische Intoleranz vor. Eine mögliche Form davon stellt das posturale orthostatische Tachykardiesyndrom, kurz POTS, dar.
Reizempfindlichkeit
Licht, Geräusche, Gerüche oder Berührungen werden von den Betroffenen mitunter als ungewöhnlich intensiv oder schmerzhaft empfunden. Bei schwerem ME/CFS kann deshalb eine normale Alltagsumgebung bereits zu einer deutlichen Verschlechterung führen.
Nicht alle Patientinnen und Patienten erleben alle genannten ME/CFS Symptome. Für die ärztliche Einordnung sind daher immer die jeweilige Ausprägung, der zeitliche Verlauf und die Auswirkungen auf den Alltag entscheidend.
Ursachen von ME/CFS
Aktueller wissenschaftlicher Stand
Die genauen Ursachen von ME/CFS sind bislang nicht vollständig geklärt. Es wird aktuell davon ausgegangen, dass mehrere Vorgänge ineinandergreifen. Dabei wird zwischen einem möglichen Auslöser und den Mechanismen unterschieden, welche die Erkrankung anschließend aufrechterhalten.
Virusinfektionen
Bei vielen Betroffenen beginnt ME/CFS nach einer akuten Infektion. Die eigentliche Infektion klingt ab, allerdings kehrt die frühere Belastbarkeit nicht zurück. Stattdessen bleiben unter anderem Fatigue, nicht erholsamer Schlaf und Post-Exertional Malaise bestehen.
Eine vorausgegangene Infektion bedeutet nicht zwangsläufig, dass sich der Erreger weiterhin im Körper vermehrt. Untersucht wird, ob sie eine länger anhaltende Fehlsteuerung verschiedener Körpersysteme ausgelöst hat. Bei anderen Erkrankten entwickelt sich ME/CFS allerdings auch schrittweise oder ganz ohne einen eindeutig erkennbaren Ausgangspunkt
Epstein-Barr-Virus
Das Epstein-Barr-Virus zählt zu den häufig untersuchten möglichen Auslösern. Ein Teil der Menschen entwickelt nach einem Pfeifferschen Drüsenfieber anhaltende Beschwerden und erfüllt später die Diagnosekriterien für ME/CFS.
Ein positiver EBV-Antikörperbefund belegt diesen Zusammenhang allerdings nicht automatisch. Da das Virus weit verbreitet ist, lassen sich entsprechende Antikörper auch bei vielen gesunden Menschen nachweisen.
COVID-19 und Long COVID
Long COVID bezeichnet ein breites Spektrum möglicher gesundheitlicher Folgen einer SARS-CoV-2-Infektion. Allerdings erfüllt nur ein Teil der Menschen mit Long COVID zugleich die Diagnosekriterien für ME/CFS.
Daher geht Long COVID nicht zwangsläufig mit dem für ME/CFS typischen Beschwerdebild aus PEM, nicht erholsamem Schlaf und erheblich verringerter Belastbarkeit einher.
Untersuchte Krankheitsmechanismen
Die Forschung beschäftigt sich aktuell unter anderem mit den folgenden Vorgängen:
Immunfehlregulation
Studien zeigen Veränderungen verschiedener Immunzellen und immunologischer Signalwege. Ein eindeutiger diagnostischer Immunwert steht jedoch bislang nicht zur Verfügung.
Autoimmunprozesse
Bei einem Teil der Erkrankten wurden auffällige Autoantikörper gefunden. Die bisherigen Ergebnisse reichen allerdings noch nicht aus, um ME/CFS generell als Autoimmunerkrankung einzuordnen.
Entzündungsreaktionen
Untersucht werden veränderte Entzündungsprozesse im Körper und im Nervensystem. Normale Entzündungswerte schließen ME/CFS nicht aus.
Mikrozirkulationsstörungen
Veränderungen der Gefäßregulation könnten die Versorgung von Muskulatur und Gehirn bei Belastung beeinträchtigen. Ob sie Ursache oder Folge der Erkrankung sind, ist noch offen.
Der aktuelle Forschungsstand spricht damit für ein Zusammenspiel mehrerer Mechanismen. Welche davon bei einer bestimmten Person beteiligt sind, lässt sich gegenwärtig jedoch nicht zuverlässig anhand einzelner Laborwerte bestimmen.
Wie erfolgt die Diagnose von ME/CFS?
Für die Diagnose von ME/CFS gibt es also bislang keinen einzelnen Laborwert oder einen bildgebenden Befund. Entscheidend sind der Krankheitsverlauf, der Verlust der früheren Belastbarkeit und das Vorliegen einer Post-Exertional Malaise.
Unsere kooperierenden Ärztinnen und Ärzte prüfen sorgfältig, ob eventuell andere Erkrankungen Ihre Beschwerden besser erklären. Bei ME/CFS handelt es sich dennoch um keine reine Ausschlussdiagnose. Unauffällige Untersuchungsergebnisse und anhaltende Erschöpfung sind nicht ausreichend. Die typischen Merkmale müssen in der erforderlichen Kombination und Ausprägung vorliegen.
1. Anamnese und Krankheitsverlauf
Im Rahmen der Anamnese erfassen die selbstständig tätigen Ärztinnen und Ärzte, wann Ihre Beschwerden begonnen haben, ob diesen eine Infektion vorausging und wie sich Ihre Belastbarkeit seitdem verändert hat. Auch frühere Erkrankungen, Medikamente, Schlafverhalten und bereits vorhandene Befunde beziehen sie bei der Beurteilung ein.
Besonders aussagekräftig ist der Vergleich mit der Zeit vor der Erkrankung. Sie betrachten deshalb, welche beruflichen, häuslichen und sozialen Aktivitäten damals möglich waren und welche Einschränkungen bei diesen heute bestehen.
2. Post-Exertional Malaise erkennen
Für die ME/CFS-Diagnose erfassen die kooperierenden Ärztinnen und Ärzte genau, wie Ihr Körper auf Belastung reagiert. Relevant ist unter anderem:
- welche Tätigkeiten eine Verschlechterung auslösen
- ob die Beschwerden zeitversetzt beginnen
- welche CFS Symptome sich verstärken
- wie lange der Rückschlag anhält
- welche Aktivitäten Sie aufgrund der Folgen bereits vermeiden
Durch ein Aktivitäts- und Symptomtagebuch lassen sich solche Zusammenhänge sichtbar machen. Eine gezielte Steigerung der Belastung ist dafür nicht erforderlich. Dies könnte sogar eine länger anhaltende Verschlechterung Ihrer Beschwerden auslösen.
3. Körperliche Untersuchung und Ausschlussdiagnostik
Die weiteren Untersuchungen richten sich nach Ihren individuellen Symptomen und den bisherigen Befunden.
Zur Basisdiagnostik gehören beispielsweise Blutbild, Entzündungswerte, Blutzucker, Schilddrüsen-, Leber- und Nierenwerte. Je nach Fragestellung kommen zusätzliche Laborwerte oder Untersuchungen von Herz, Kreislauf, Lunge und Nervensystem hinzu.
Damit können unsere kooperierenden Ärztinnen und Ärzte unter anderem Blutarmut, Schilddrüsenerkrankungen, Schlafstörungen, Infektionen sowie neurologische oder kardiologische Ursachen überprüfen. Begleiterkrankungen wie das Posturale orthostatische Tachykardiesyndrom, kurz POTS, Migräne oder Reizdarmsyndrom schließen ME/CFS im Übrigen nicht grundsätzlich aus.
4. Internationale Diagnosekriterien
Zur medizinischen Einordnung werden internationale Kriterien wie die IOM-/NAM-Kriterien, die Kanadischen Konsensuskriterien oder die NICE-Kriterien verwendet. Diese unterscheiden sich in den einzelnen Anforderungen und der geforderten Krankheitsdauer.
Gemeinsam ist ihnen allerdings die zentrale Bedeutung der PEM sowie die Berücksichtigung von Belastungsverlust, Schlafstörungen und kognitiven oder kreislaufbezogenen Beschwerden.
Behandlungsmöglichkeiten bei ME/CFS
Eine ursächliche Standardtherapie für ME/CFS existiert bislang nicht. Die Behandlung des Chronischen Fatigue Syndroms richtet sich deshalb darauf, einzelne Beschwerden zu lindern, behandelbare Begleiterkrankungen zu berücksichtigen und weitere PEM-bedingte Belastungseinbrüche möglichst zu vermeiden.
Abhängig von Ihrem Beschwerdebild werden also Schlafstörungen, Schmerzen, Migräne oder Kreislaufprobleme adressiert. Auch eventuelle Begleiterkrankungen wie POTS, Allergien und nachgewiesene Mangelzustände fließen in Ihre Therapieplanung ein.
Symptomorientierte Behandlung
Welche Beschwerden Ihren Alltag am stärksten einschränken, kann sich im Krankheitsverlauf verändern. Unsere behandelnden Ärztinnen und Ärzte legen deshalb gemeinsam mit Ihnen fest, welches konkrete Therapieziel zunächst Vorrang hat. Die einzelnen Maßnahmen werden möglichst schrittweise begonnen und anschließend auf ihre Wirkung und Verträglichkeit geprüft. So lässt sich im Laufe der Zeit beurteilen, wodurch sich Ihre Beschwerden verändern und ob eine Anpassung erforderlich ist.
Pacing
Bei dem sogenannten Pacing werden körperliche, geistige und soziale Aktivitäten an die verfügbare Energie angepasst. Unsere kooperierenden Ärztinnen und Ärzte betrachten gemeinsam mit Ihnen, welche Belastungen eine PEM bei Ihnen auslösen und wie sich Aufgaben, Ruhezeiten und Reize in Zukunft besser verteilen lassen. Mit Pacing ist allerdings nicht gemeint, die Anstrengungen immer weiter zu steigern.
Ernährung und Nährstoffversorgung
Eine spezielle Ernährung, die ME/CFS nachweislich heilt, ist bis heute nicht bekannt. Es wird allerdings geprüft, ob Ihre Versorgung mit Energie, Flüssigkeit und Nährstoffen ausreichend ist oder ob sich Mängel nachweisen lassen, die gezielt ausgeglichen werden sollten. Unverträglichkeiten und Verdauungsbeschwerden werden ebenfalls berücksichtigt.
Medikamentöse Möglichkeiten
Medikamente können einzelne Beschwerden wie Schmerzen, Schlafstörungen, Migräne oder Kreislaufprobleme lindern. Da manche Erkrankte empfindlich auf Wirkstoffe reagieren, müssen Auswahl, Dosierung und Verträglichkeit allerdings sorgfältig geprüft werden. Ein zugelassenes Medikament, das die Ursache von ME/CFS beseitigt, steht derzeit nicht zur Verfügung.
Apherese als Behandlungsschwerpunkt bei VitaSangius
Bei VitaSangius kommt die Apherese insbesondere bei Patientinnen und Patienten zum Einsatz, die trotz bisheriger ärztlicher Behandlungen weiterhin unter erheblichen Beschwerden leiden. Ob das Verfahren im individuellen Fall medizinisch sinnvoll und vertretbar ist, beurteilen die kooperierenden Ärztinnen und Ärzte anhand der vorhandenen Befunde, des bisherigen Krankheitsverlaufs und der aktuellen Belastbarkeit.
Nach unseren bisherigen Erfahrungen berichten etwa 9 von 10 behandelten Patientinnen und Patienten von einer deutlichen bis sehr deutlichen Verbesserung ihres Wohlbefindens. Viele bemerken erste Veränderungen bereits nach der ersten Apherese. Die individuellen Behandlungsergebnisse können variieren; ein bestimmter Behandlungserfolg kann nicht zugesichert werden.
Bei stärker ausgeprägten Beschwerden empfehlen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte nach individueller Beurteilung häufig zwei Behandlungen innerhalb von 48 Stunden. Eine Apherese dauert in der Regel etwa 3,5 bis maximal 5 Stunden.
In bestimmten Fällen kann nach individueller ärztlicher Beurteilung auch eine Hämoperfusion sinnvoll sein. Welche Form der Blutreinigung infrage kommt, hängt von den Beschwerden, den Befunden und der medizinischen Indikation ab.
Warum VitaSangius bei ME/CFS?
ME/CFS verläuft bei jedem Menschen anders. Es geht deshalb nie allein um die Diagnose, sondern um Ihre Beschwerden, bereits vorhandene Befunde, Begleiterkrankungen und Ihre aktuelle Belastbarkeit. Wir von VitaSangius bieten spezialisierte Blutreinigungsverfahren an. Die medizinische Untersuchung, Indikationsstellung, Durchführung und Überwachung übernehmen selbstständig tätige Ärztinnen und Ärzte, die eng mit VitaSangius zusammenarbeiten.
Spezialisierung
Wir beschäftigen uns mit komplexen chronischen und postinfektiösen Erkrankungsbildern wie ME/CFS und Long COVID. Im Fokus steht für uns vor allem die eingeschränkte Belastbarkeit und das Risiko einer Post-Exertional Malaise.
Apherese im Mittelpunkt
Die Apherese bildet einen zentralen Behandlungsschwerpunkt bei VitaSangius. In medizinisch begründeten Fällen können weitere extrakorporale Verfahren wie die Hämoperfusion berücksichtigt werden.
Individuelle Betreuung
Wir arbeiten nicht nach einem festen Standardprogramm. Bei uns bestimmen Ihre Beschwerden, Ihr Krankheitsverlauf und Ihre Untersuchungsergebnisse, welche Maßnahmen wir Ihnen empfehlen.
Umfassende Diagnostik
Die kooperierenden Ärztinnen und Ärzte beziehen bereits vorhandene Befunde ein und klären gemeinsam mit Ihnen, welche weiteren Untersuchungen sinnvoll sind. Dazu können spezielle Laboranalysen sowie Herz-Kreislauf- und Gefäßuntersuchungen gehören.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Bei Bedarf stimmen wir uns mit selbstständig tätigen Fachärztinnen und Fachärzten, spezialisierten Laboren sowie externen Partnerpraxen ab. So können wir unterschiedliche medizinische Fragestellungen gezielt einordnen.
Persönliche Begleitung
Wir erklären Ihnen den Ablauf verständlich, beantworten offene Fragen und begleiten Sie auch nach einer Behandlung persönlich. Veränderungen und mögliche Unverträglichkeiten behalten wir dabei gemeinsam mit Ihnen im Blick.
Patientenerfahrungen mit der Apherese
auf dem Weg zu neuem Wohlbefinden
S. Stadelmann Nach über 15 Jahren des Flugbegleiterdaseins habe ich mehrere Fume-Events (toxische Kabinenluft) erlebt, was zu seinem massiven Fatigue-Syndrom geführt hat und mit konstantem Kopfnebel, sozialem Rückzug, kein Antrieb, Depression, etc. einherging. Nach nur einer Behandlung ging es mir gefühlt um Welten besser. Das gibt mir Hoffnung! Meinen zweiten Termin buche ich alsbald - ich habe mich sehr wohl und aufgehoben gefühlt. Daniela Binder Mein Sohn ist schwer an ME/CFS erkrankt und wir waren aufgrund von ewigen Odysseen durch diverse Facharztpraxen und Krankenhäuser auf der Suche nach einer alternativen Therapie. Durch Empfehlung sind wir auf Vitasangius gekommen. Wir wurden vom ersten Moment mit unserer Problematik wahrgenommen. Dr . Kühnel der Herz und Gefäßchirurg an der Herzklinik Bernau ist, verfügt über totale Fachkompetenz. Sein Team hat meinen Sohn und auch uns als Begleitpersonen sehr einfühlsam betreut. Jede Frage wurde beantwortet. Mein Sohn hatte am Tag nach der Plasmaapherese eine wesentlich bessere Mikrozirkulation. Wir sind stetig in Kontakt mit dem Team. Es wurden uns keine zu hochgeschraubten Versprechen gemacht . Wir werden definitiv noch eine Behandlung durchführen lasse . Die hohen Kosten sind völlig nachvollziehbar. Ich empfehle die Praxis in Potsdam absolut weiter. Danke an die lieben Schwestern und Dr. Kühnel . Jojo Mein Freund hatte über euch den Bericht in Brisant im ARD Morgenmagazin gesehen und mir gesagt, ich solle mir das mal anschauen. Darüber bin ich heute sehr froh, da ich ziemlich verzweifelt war. Schon nach einer Behandlung habe ich mich soo viel besser gefühlt. Jederzeit gerne wieder. Yasmina Ouali Zunächst war ich sehr skeptisch. Eigentlich kam ich nach all meinen Arzbesuchen zu dem Schluss, dass mir nichts mehr helfen kann. Einen letzten Versuch wollte ich machen.. nach der ersten Behandlung habe ich eine leichte Besserung bemerkt. Dann habe ich mich zu einer zweiten Behandlung entschieden und ich muss sagen, ich fühle mich wieder deutlich agiler. Der Alltag fällt mir leichter und ich bin sehr froh, dass ich diesen Schritt gegangen bin. Götz Nach zwei nicht so dollen Erfahrungen, war das die erste Praxis, in der man wirklich auf mich eingegangen ist. Und die Beschwerden von meinem Fatigue-Syndrom sind auch viel weniger. Ich werde auf alle Fälle noch mal einen Termin machen. Volle Empfehlung. Yvonne Enge Das Praxis Team ist einfach super freundlich und die Betreuung war sehr liebevoll. Man fühlt sich wohl und wird ernst genommen. O. H. Ich hatte letztens eine Behandlung und kann nur Gutes sagen.Die Betreuung vom Team war super,die Praxis ist sehr modern und sauber.Ich hatte keine Wartezeit und alle Fragen wurden mir beantwortet Vielen Dank !!! Malena M Super, fühl mich viel besser jetzt. jp Danke für den angenehmen Aufenthalt bei Ihnen der Praxis. Die Behandlung verlief sehr gut. Ich kann die VitaSangius empfehlen. Christina M. Die Apherese hat mir super geholfen - es war meine erste und ich hätte nicht gedacht, dass ich mich so viel besser fühle (leide ziemlich unter Long Covid). Die Praxis ist irgendwie mal ganz anders und modern, das Praxisteam sehr kompetent und lieb. Ich habe mich total wohl gefühlt, hatte den Eindruck, man kümmert sich v.a. um mich, keine Wartezeiten, leise Musik, Getränke und Snacks. 1000 Dank, dass ich wieder mehr Lebensqualität habe. Ich werde sicher bald wiederkommen.
Für wen ist eine Vorstellung bei VitaSangius sinnvoll?
Eine Vorstellung bei uns eignet sich für Patientinnen und Patienten, bei denen bereits ME/CFS oder Long COVID diagnostiziert wurde. Auch wenn Sie seit längerer Zeit unter ausgeprägter Erschöpfung, verringerter Belastbarkeit oder einer Verschlechterung nach körperlicher beziehungsweise geistiger Anstrengung leiden, können Sie sich an uns wenden.
Bei einem Verdacht auf ME/CFS betrachten wir Ihre Beschwerden, den bisherigen Krankheitsverlauf und die bereits vorliegenden Befunde. Gemeinsam klären wir, welche weiteren Untersuchungen für Sie sinnvoll sind und ob Sie die typischen Diagnosemerkmale aufweisen.
Eine erneute medizinische Einschätzung ist außerdem hilfreich, wenn Ihnen bisherige Behandlungen keine ausreichende Besserung gebracht haben. Wir prüfen, welche Ansätze bereits verfolgt wurden und welche weiteren Möglichkeiten unter Berücksichtigung Ihrer aktuellen Belastbarkeit infrage kommen.
Ablauf der ME/CFS-Diagnostik und Behandlung bei VitaSangius
Da die Behandlung des Chronischen Fatigue Syndroms mehrere Ebenen umfasst, gehen Diagnostik, Therapieplanung und Verlaufskontrolle bei uns von VitaSangius schrittweise ineinander über.
1. Erstkontakt
Beim ersten Kontakt schildern Sie uns kurz Ihre Beschwerden und Ihren bisherigen Krankheitsverlauf. Wir informieren Sie über die nächsten Schritte und darüber, welche Befunde oder Arztberichte wir für Ihren Termin benötigen.
2. Beratung
In einem ausführlichen ärztlichen Gespräch werden Ihre Symptome des Chronischen Fatigue Syndroms, mögliche Auslöser, Begleiterkrankungen und die bisher erfolgten Behandlungen erfasst. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei Ihrer aktuellen Belastbarkeit und einer möglichen Post-Exertional Malaise.
3. Diagnostik
Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte prüfen die vorhandenen Untersuchungsergebnisse und klären, ob weitere diagnostische Schritte erforderlich sind. Dabei berücksichtigen sie sowohl die typischen Merkmale von ME/CFS als auch andere mögliche Ursachen Ihrer Beschwerden.
4. Individuelle Therapieplanung
Auf Grundlage der Ergebnisse besprechen wir mit Ihnen, welche symptomorientierten und ergänzenden Maßnahmen infrage kommen. Nutzen, Belastungen und mögliche Risiken der einzelnen Optionen erläutern wir Ihnen verständlich und ausführlich.
5. Verlaufskontrollen
Im weiteren Verlauf prüfen wir, wie Sie die gewählten Maßnahmen vertragen und ob sich Ihre Beschwerden verändern. Falls erforderlich, passen wir die Therapieplanung an Ihre aktuelle gesundheitliche Situation an. Unser VitaSangius-Praxisteam begleitet Sie während des gesamten Ablaufs.
Vereinbaren Sie Ihren Termin für eine frühzeitige Einordnung von ME/CFS
Myalgische Enzephalomyelitis beziehungsweise das Chronische Fatigue Syndrom ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Eine frühzeitige Diagnostik ist wichtig, um typische CFS Symptome wie die Post Exertional Malaise medizinisch einzuordnen, andere Ursachen zu prüfen und weitere Belastungseinbrüche möglichst zu vermeiden.
Eine ursächliche Standardtherapie gibt es bislang nicht. Individuell abgestimmte Therapieansätze können dennoch helfen, einzelne Beschwerden gezielt zu adressieren. Bei VitaSangius erhalten Betroffene Zugang zu moderner Diagnostik und einem persönlichen Behandlungskonzept. Unsere kooperierenden Ärztinnen und Ärzte prüfen auf Grundlage Ihrer Befunde, welche Maßnahmen für Sie medizinisch sinnvoll sind und ob ergänzende Verfahren wie die Apherese oder Hämoperfusion für Ihre ME/CFS-Behandlung infrage kommen. VitaSangius stellt dafür die spezialisierte Infrastruktur bereit und begleitet den Ablauf persönlich.
Sie leiden unter anhaltender Erschöpfung, Post Exertional Malaise oder Beschwerden nach Long COVID? Vereinbaren Sie jetzt einen Termin bei VitaSangius und lassen Sie sich ärztlich dazu beraten, welche diagnostischen und therapeutischen Schritte in Ihrem Fall infrage kommen.
Apherese bei VitaSangius in Potsdam
Die Apherese ist ein zentraler Behandlungsschwerpunkt bei VitaSangius in Potsdam. Sie wird insbesondere bei Patientinnen und Patienten eingesetzt, die trotz bisheriger ärztlicher Behandlungen weiterhin unter erheblichen Beschwerden leiden. Ob das Verfahren für Sie infrage kommt, entscheiden die kooperierenden Ärztinnen und Ärzte nach einer individuellen Bewertung Ihrer Befunde und Ihrer aktuellen Belastbarkeit.
Eine Behandlung dauert in der Regel etwa 3,5 bis maximal 5 Stunden. Bei stärker ausgeprägten Beschwerden können nach individueller ärztlicher Beurteilung zwei Apheresen innerhalb von 48 Stunden empfohlen werden. In bestimmten Fällen kann auch eine Hämoperfusion sinnvoll sein.
Hinweis zu den Kosten: Die Behandlung ist grundsätzlich eine Selbstzahlerleistung. In Einzelfällen übernehmen Krankenkassen nach vorheriger Prüfung einen Teil oder sogar die gesamten Kosten.
FAQ: Ihre häufigen Fragen zu ME/CFS
Was ist das Chronische Fatigue Syndrom?
ME/CFS stellt eine komplexe chronische Erkrankung dar, die gleich mehrere Körpersysteme betrifft. Sie kann die körperliche sowie geistige Belastbarkeit erheblich einschränken. Charakteristisch ist vor allem die Post Exertional Malaise: Bereits geringe Anstrengungen verschlechtern den Allgemeinzustand deutlich und länger anhaltend.
Ist ME/CFS heilbar?
Eine ursächliche Therapie, die ME/CFS nachweislich heilt, steht derzeit nicht zur Verfügung. Der Verlauf zeigt sich bei Betroffenen unterschiedlich. Eine gezielte Chronisches Fatigue Symptom Behandlung kann jedoch Beschwerden lindern, Begleiterkrankungen behandeln und helfen, weitere Belastungseinbrüche zu vermeiden.
Welche Chronisches Fatigue Syndrom Symptome sind typisch?
Zu den häufigen ME/CFS-Symptomen gehören ausgeprägte Fatigue, Post Exertional Malaise, nicht erholsamer Schlaf, Brain Fog, Konzentrationsstörungen, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Kreislaufprobleme. Art und Schwere der Beschwerden unterscheiden sich allerdings von Person zu Person.
Wie wird ME/CFS diagnostiziert?
Die ME/CFS-Diagnose stützt sich auf die Anamnese, das Vorliegen einer PEM und internationale Diagnosekriterien. Ergänzend müssen auch andere mögliche Ursachen Ihrer Beschwerden untersucht werden. Bei VitaSangius beziehen wir Ihre vorhandenen Befunde ein und klären, welche weiteren diagnostischen Schritte in Ihrem Fall erforderlich sind.
Was ist Post-Exertional Malaise (PEM)?
PEM bezeichnet eine deutliche Verschlechterung der Beschwerden nach körperlicher, geistiger, emotionaler oder sensorischer Belastung. Sie kann zeitversetzt einsetzen und mehrere Tage oder länger anhalten. Selbst Tätigkeiten, die früher problemlos möglich waren, können eine solche Reaktion auslösen.
Was unterscheidet Long COVID von ME/CFS?
Long COVID umfasst unterschiedliche Beschwerden, die nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 fortbestehen oder auch neu auftreten. Ein Teil der Betroffenen entwickelt ein Krankheitsbild, das die Kriterien für ME/CFS erfüllt. ME/CFS kann jedoch auch nach anderen Infektionen oder ohne eindeutig erkennbaren Auslöser entstehen.
Welche Möglichkeiten der ME/CFS Behandlung gibt es?
Unsere CFS Behandlung richtet sich immer nach Ihren vorliegenden Chronisches Fatigue Syndrom Symptomen und eventuellen Begleiterkrankungen. Mögliche Bausteine stellen das Pacing, die Behandlung von Schlafstörungen, Schmerzen oder Kreislaufproblemen, eine ausreichende Nährstoffversorgung und medikamentöse Maßnahmen dar. Bei VitaSangius prüfen wir außerdem, ob für Sie ergänzende Verfahren wie die Hämoperfusion medizinisch infrage kommen.
Kann die Hämoperfusion bei ME/CFS eingesetzt werden?
Wir bei VitaSangius erwägen die Hämoperfusion nach ärztlicher Prüfung als ergänzenden Bestandteil der ME/CFS-Therapie. Bei dieser wird das Blut außerhalb des Körpers über einen Adsorber geleitet. Das Verfahren zählt bislang nicht zu den etablierten Standardtherapien bei ME/CFS. Die wissenschaftliche Evidenz ist begrenzt und ein Erfolg der CFS Behandlung lässt sich nicht zusichern.
Wie lange dauert eine Apherese?
Eine Apherese dauert in der Regel etwa 3,5 bis maximal 5 Stunden. Die genaue Dauer kann je nach individuellem Behandlungsverlauf variieren. Bei stärker ausgeprägten Beschwerden empfehlen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte nach individueller Beurteilung häufig zwei Behandlungen innerhalb von 48 Stunden.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Die Behandlung ist grundsätzlich eine Selbstzahlerleistung. In Einzelfällen übernehmen Krankenkassen nach vorheriger Prüfung einen Teil oder sogar die gesamten Kosten. Eine Kostenübernahme kann nicht zugesichert werden und sollte vor Behandlungsbeginn individuell mit der jeweiligen Krankenkasse geklärt werden.